Blau-Weiss vergibt wichtige Chance

1. Tennispoint-Bundesliga Herren

Blau-Weiss Aachen vergibt Chancen gegen Sennelager

Es war das erwartet wichtige Spiel für Aachen im Rennen um den Klassenerhalt. Der Start lief alles andere als erfreulich, so mussten die Aachener gleich auf zwei geplante Einsätze verzichten. Tallon Grieksspoor hing noch im Turnier in Tampere fest und Aslan Karatzsev musste verletzungsbedingt passen. Nach dem Start der Matches bei wiederrum rekordverdächtigen Temperaturen entwickelte sich der Spieltag mit diversen Unterbrechungen wegen Starkregen, Blitz und Donner um dann am Ende gegen 23.00 Uhr in der Halle mit den Doppel zu enden.

Der Tie-Break ist nicht der Freund der Aachener

Yannick Reuter hatte es an Position 4 gegen Guinard in der Hand zu punkten. Zum Ende des ersten Satzes kam die Regenunterbrechung dem Sennelager-Spieler sichtlich gelegen, der dann nach Wiederaufnahme mit 7:6 punkten konnte. Danach kam Reuter besser ins Spiel, musste aber dann zum Endstand mit 6:7 / 6:2 und 7:10 dem Gegner den Punkt überlassen. Germain Gigounon konnte an Position 2 das Match gegen den Russen Alexey Vatutin lange offen gestalten und hatte seine Chancen. Mit 4:6 und 5:7 ging aber auch der 2. Einzelpunkt der ersten Runde an Sennelager.

Thiemo de Bakker, der nach Ausfall von Tallon Grieksspoor das Top Einzel gegen Josef Kovalik bestritt, konnte das Spiel mit seinen starken Aufschlägen dominieren und den ersten Satz mit 6:3 einfahren. Im zweiten Satz reichte dem Slovaken ein Break zum Satzausgleich (6:3). Im Tie-Break behielt Thiemo die Oberhand mit 10:8. Clemens Geens (Positon 3) spielte bei seinem diesjährigen Debüt im Team das letzte Einzel. Im ersten Satz dominierte der Franzose Arthur Rinderknech mit 6:2, während sich das Blatt im zweiten Satz drehte. Nach dem 6:3 Satzgewinn für Geens folgte wiederrum ein Tie-Break. Der eine oder andere gute Punkt reichte für den Franzosen, um schnell eine deutliche Führung aufzubauen, die letztlich zum 10:4 Sieg für den Franzosen und 3:1 Zwischenstand für Sennelager reichte.

Im ersten Doppel konnten De Bakker/Bergs gegen Guinard/Rinderknech nach 3:6 mit einer 3:1 Führung im zweiten Satz in die Halle wechseln. Im zweiten Doppel gab es zu Beginn des Tie-Breaks hitzige Diskussionen wegen der Dunkelheit. Der Oberschiedsrichter zeigte kein gutes Händchen diesen Tie-Break noch draußen spielen zu lassen, so monierten doch beide Aachener Spieler die Dunkelheit und die Gefahr beim hohem Tempo in den Ballwechseln. Sennelager nutzte die Gelegenheit, um mit Satzgewinn in die Halle zu wechseln.

Zum zweiten Mal in dieser Saison zog der Tross in die Halle zum „Glücksspiel“ auf Teppich! De Bakker/Bergs verloren wiederrum im Tie-Break mit 8:10, während Desein/Gigounon gegen Kovalik/Zielinski mit 6:7 und 4:6 das Nachsehen hatten. 5:1 lautete der für Sennelager sicher verdiente Sieg, der sich aber angesichts des Spielverlaufs klarer darstellte als er war.

Man muss kein Prophet sein um zu sagen, dass der Klassenerhalt für Blau-Weiss nur noch theoretisch möglich ist, zumal fast alle Teams bisher mit ihren stärksten Aufstellungen gegen die Blau-Weissen aufgelaufen sind.

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